SINN Akademie ist aus der Überzeugung entstanden, dass in jedem Menschen bereits mehr steckt, als von außen sichtbar ist. Entwicklung beginnt dort, wo wir wieder Zugang zu dem finden, was längst in uns vorhanden ist.
Wie SINN entstanden istMich beschäftigt seit vielen Jahren, was Menschen dabei hilft, sich zu entwickeln. Dabei führt vieles immer wieder zu einem einfachen Gedanken: In uns ist bereits sehr viel vorhanden. Manchmal braucht es einen neuen Blick, eine Erfahrung oder eine Begegnung, um wieder Zugang dazu zu finden.
Im menschlichen Körper wirken unzählige einzelne Teile zusammen und ermöglichen gemeinsam etwas Größeres.
Dieser Gedanke begleitet auch meine Arbeit mit Menschen. Je besser wir uns selbst wahrnehmen und verstehen, desto bewusster können wir handeln – und desto mehr verändert sich auch die Art, wie wir anderen begegnen.
Wachstum beginnt innen. Was dort entsteht, wirkt weiter – in Beziehungen, in Gemeinschaft und in die Welt.
Der Anfang von SINN war kein Plan. Er entstand aus einer konkreten Situation an der Schule meiner Tochter – und aus dem Gefühl, dass genau jetzt etwas gebraucht wird.
Eine äußere Bedrohung sorgte für Unsicherheit. Eltern machten sich Sorgen. Die Schule stand unter Druck.
Meine Tochter besuchte damals diese Schule. Durch eine konkrete Bedrohungssituation wuchs die Sorge vieler Eltern und damit auch die Erwartung an die Schule, den Kindern Sicherheit und Orientierung für solche Situationen mitzugeben.
Für die dritten und vierten Klassen gab es bereits ein Präventionsangebot. Für die ersten und zweiten Klassen fehlte etwas Vergleichbares. In diesem Moment war für mich klar: Da fehlt etwas – und ich möchte etwas dazu beitragen.
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt kein fertiges Konzept. Aber ich hatte viele Jahre Erfahrung aus Quan Dao Kung Fu und hatte mich intensiv mit Kommunikation, Wahrnehmung und Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Aus diesem Wissen und meinen Erfahrungen entwickelte ich ein Seminar für die ersten und zweiten Klassen und schenkte es der Schule.
In den Seminaren wurde mir klar, wie notwendig diese Arbeit ist und wie viel sie bei jungen Menschen bewegen kann. Aus diesem ersten Schritt entstand eine Aufgabe – und daraus ein Weg, der für mich bis heute SINN macht.
Nach den ersten Seminaren kamen weitere Anfragen. Und mit ihnen Menschen aus ganz unterschiedlichen Schulformen, Einrichtungen und Lebenswelten. Der ursprüngliche Gedanke begann zu wachsen.
Andere Voraussetzungen. Andere Herausforderungen. Immer der Mensch im Mittelpunkt.
Die Anfragen kamen bald aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Dadurch wurde für mich immer deutlicher, wie verschieden die Menschen sind, denen ich begegne – und wie wichtig es ist, ihnen auf unterschiedlichen Wegen begegnen zu können.
Mit den Begegnungen wuchs auch mein eigener Weg.
Je unterschiedlicher die Menschen und Situationen wurden, desto wichtiger wurde es für mich, mein Wissen und meine Möglichkeiten weiterzuentwickeln. Ich wollte Menschen verschiedene Zugänge anbieten können – und ihnen Wege eröffnen, die zu ihrer jeweiligen Situation passen.
Mit der Zeit wurde klar, dass diese Arbeit mehr Raum braucht. Aus Seminaren entwickelten sich weitere Formate, neue Begegnungen und neue Möglichkeiten, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten.
MiMaMovement war ein wichtiger Teil dieses Weges. Irgendwann war dieser Rahmen zu klein für das, was daraus entstanden war und noch entstehen sollte.
So wurde aus einem ersten Seminar ein Weg mit vielen Möglichkeiten – und aus MiMaMovement die SINN Akademie.
Vieles von dem, was heute in meine Arbeit einfließt, begleitet mich schon lange. Die Frage, wie Menschen wachsen, sich selbst besser verstehen und ihren eigenen Weg finden können, beschäftigt mich seit vielen Jahren.
Mich interessiert, was Menschen wirklich bewegt.
Persönliche Entwicklung war für mich nie nur ein berufliches Thema. Über viele Jahre habe ich gelesen, gelernt, ausprobiert, hinterfragt und mich mit sehr unterschiedlichen Ansätzen beschäftigt – mit Kommunikation und Rhetorik ebenso wie mit Wahrnehmung, Persönlichkeitsentwicklung und der Frage, wie wir mit unseren Gedanken und Gefühlen umgehen.
Gleichzeitig habe ich in ganz unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten Erfahrungen gesammelt. Diese Vielfalt hat mir etwas Wichtiges gezeigt: Menschen lassen sich nicht in eine Schablone setzen.
Deshalb geht es mir heute auch nicht darum, einen bestimmten Ansatz auf jeden Menschen zu übertragen. Ich möchte genau hinschauen, zuhören und aus verschiedenen Möglichkeiten den Weg finden, der für den Menschen vor mir hilfreich sein kann.
Quan Dao Kung Fu
Einen besonderen Platz auf diesem Weg hat Quan Dao Kung Fu. Seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet mich diese Kampfkunst, heute auch als Lehrer. Dabei geht es für mich weit über Bewegung hinaus. Wahrnehmung, Präsenz, Ruhe, Verantwortung und der bewusste Umgang mit der eigenen Kraft sind Erfahrungen, die meine Haltung bis heute prägen.
Es geht nur zusammen.
Wenn ich all die Erfahrungen, Begegnungen und Dinge, mit denen ich mich über die Jahre beschäftigt habe, auf einen Gedanken herunterbreche, komme ich immer wieder hierher.
Unser Körper besteht aus unzähligen einzelnen Zellen und Strukturen. Jede erfüllt ihre Aufgabe und erst ihr Zusammenspiel macht das Ganze möglich. Dieser Gedanke fasziniert mich, weil er für mich auch etwas über uns Menschen erzählt.
Je besser wir unsere eigene Kraft kennenlernen, uns wahrnehmen und verstehen, desto bewusster können wir anderen begegnen und unseren Platz im größeren Ganzen einnehmen. Genau darin liegt für mich Entwicklung.
Ich weiß nie genau, was ein Mensch aus einem Seminar, einem Coaching oder einer gemeinsamen Erfahrung mitnimmt. Und vielleicht muss es auch gar nicht viel sein.
Ein Gedanke. Eine Erfahrung. Ein neuer Blick.
In meinen Seminaren gibt es immer wieder Momente, in denen ich jungen Menschen einfach zuhöre oder ihnen zwei oder drei Gedanken mitgebe. Manchmal sehe ich an ihren Reaktionen, dass sie über bestimmte Dinge bisher kaum gesprochen oder auf diese Weise noch nie darüber nachgedacht haben.
Genau solche Momente sind für mich wertvoll. Eine Veränderung muss nicht immer sofort sichtbar sein. Ein Gedanke kann bleiben. Eine Erfahrung kann weiterarbeiten. Manchmal bekommt etwas erst viel später im Leben eine Bedeutung.
Wenn daraus irgendwann ein Schritt entsteht, der einem Menschen auf seinem eigenen Weg hilft, dann hat diese Begegnung etwas bewegt.
Wenn ein Mensch aus einer Begegnung eine einzige Sache mitnimmt, die in ihm weiterarbeitet und irgendwann eine gute Veränderung für ihn und vielleicht auch für andere bewirkt, dann hat diese Begegnung SINN.
Wenn dich diese Haltung anspricht, findest du auf der Startseite die verschiedenen Wege, auf denen SINN Akademie Menschen begleitet.
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